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Schulpolitik: gegen Politikverdrossenheit

Die Wahrung der Menschenrechte ist eine Angelegenheit, die in der Verfassung verankert ist und als Grundpfeiler einer demokratischen Ordnung gilt. Unsere Jugend und damit die jungen Demokraten der Zukunft sehen meist in jungen Jahren schon die Notwendigkeit dieses Grundsatzes in der Verfassung ein. Dennoch gehört zur Wahrung dieser Rechte mehr dazu, als das bloße Einsehen dieses Grundsatzes. Hier sollte eine moderne Schulpolitik ansetzen.

Ein Großteil der Jugend von heute hat den Glauben an die Politik und an ihre persönliche Einflussnahme schlichtweg verloren. Natürlich gilt das nicht für alle, denn schließlich gibt es auf der anderen Seite genauso viele Jugendliche, die sich in den Jugendfraktionen verschiedenster Parteien engagieren. Dennoch ist Politikverdrossenheit der Jugend ein Problem, das nicht zu leugnen ist. Laut einer Studie von 2008 glauben ein Drittel der Bürger nicht, dass Demokratie Probleme lösen kann. Ein erschreckendes Ergebnis, welches geradezu nach einem Umdenken schreit. Wenn es kein Vertrauen in die demokratische Grundordnung gibt, sind selbige und damit die Wahrung der Menschenrechte in Gefahr, weswegen die Ergebnisse dieser Studie als alarmierend einzustufen sind.

Der Schulunterricht kann da ansetzen, wo es an Vertrauen fehlt und die Schüler zu selbstständigen, eigenständigen Demokraten erziehen. Damit ist vor allem die Rolle des Politikunterrichts gemeint, aber auch genauso der Deutschunterricht. Bloße Nennung von pädagogischen Leitthemen, wie sie in den Lehrplänen zu finden sind, genügen nicht. Es liegt an engagierten Lehrern, die vorbildlich handeln sollten und auch diese Vorbildfunktion in Punkto politischem Engagement ernst nehmen sollten.

Anhand von fächerübergreifenden Arbeiten und Projekttagen kann es zentral um die Menschenrechte, die Demokratie und aber auch um Umweltfragen gehen. Ein Besuch der Konzentrationslager, in Buchenwald, kann als mahnendes Beispiel dafür gelten, was passieren kann, wenn Demokratie verloren geht.

Ein Beispiel für die Umwelterziehung von Schülern wäre die Pflege des Schulgartens (mit eigenständigem Aufbau von Gartenhäusern (z.B. das Gartenhaus Karibu). Auch ein Besuch des Bundestags oder von geschichtsträchtigen Stätten sollten mehr im Unterricht durchgeführt werden.

Zurück zum Beispiel: Der Aufbau eines Karibu Gartenhaus kann durch weitere Projekte z.B. mit dem Biologieunterricht verknüpft werden. Im Rahmen offener Unterrichtskonzepte gibt es viele Möglichkeiten für Lehrer, einmal den Klassenraum zu verlassen.

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