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Menschenrechte heute

Im Dezember 1948 beschlossen die damaligen UN-Mitgliedsstaaten die „Allgemeine Erklärung der Menschenrechte“, in der sie sich dazu verpflichteten, die Menschenrechte als Aufgabe der Völkergemeinschaft anzusehen.

Seit damals sind viele Jahre vergangen und noch heutzutage bedeutet Recht zu haben, noch lange nicht Recht zu bekommen.

Auch jetzt im 21. Jahrhundert werden die Menschen in ihren elementaren Grundrechten verletzt:

  • Nach wie vor wächst der Hunger vor allem in der dritten Welt und kostet jeden Tag mehreren Tausenden Menschen das Leben. Die enormen Besitzunterschiede zwingen Menschen in den Entwicklungsländern an der Armutsgrenze zu leben und schränkt dadurch ihr Recht auf Leben drastisch ein.
  • In Griechenland werden an den Küsten seit Jahren erbitterte Kämpfe gegen Flüchtlinge geführt. Die Flüchtlinge erhalten nicht den Schutz, den Europa eigentlich garantiert.
  • Weltweite Umweltzerstörung und die globale Erderwärmung verändern die Lebensbedingung für Mensch und Tier. Zunehmenden Trockenheit sowie heftige Niederschläge und Stürme und der Anstieg des Meeresspiegels drohen in naher Zukunft weite Teile der Erde unbewohnbar zu machen.
  • Durch das nahende Ende des Ölzeitalters ist es nicht abwegig, dass Kriege um die restlichen Ressourcen entfachen können. Viele demokratische Staaten verschließen die Augen vor Menschenrechtsverletzungen in solchen Ländern um die Gunst der wohlhabenden Länder in Anspruch zu nehmen.
  • Die USA foltertete in den letzten Jahren ihre Häftlinge in Guantánamo und verstieß damit gegen Artikel 5 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte. Dieser Artikel sagt aus, dass Niemand der Folter oder grausamer, unmenschlicher oder erniedrigender Behandlung oder Strafe unterworfen werden darf.
    Weltweit werden Terrorverdächtige in Geheimgefängnissen der CIA gefangen gehalten und dort misshandelt und gedemütigt. Die USA deklariert ihre Foltermethoden zu „alternativen Verhörmethoden“ um.
  • Staatliche Instanzen wollen, um der Bedrohung der Bürger durch terroristische Anschläge entgegen zu wirken, die Freizügigkeit bestimmter Personengruppen einschränken und mit polizeilicher Überwachung und geheimdienstlicher Aktivitäten darauf reagieren.

Das es Menschenrechtsverstöße in unterschiedlicher Form gibt ist bekannt und fordert damit die Bereitschaft, sich für die Wahrung der Menschenrechte einzusetzen.

Heutzutage ist es erforderlich, die Umsetzbarkeit dieser Idealvorstellung nüchtern zu betrachten: Menschenrechte bleiben eine ständige Aufgabe, ein Anspruch, selbst in fortschrittlichen Staaten, deren Werte auf der Aufklärung und demokratischen Traditionen und Gesetzen beruhen. Menschenrechte müssen auch in Zukunft erkämpft werden.

Auf jeden Fall setzen die Menschenrechte Maßstäbe, die sich vielleicht nicht immer und jederzeit vollständig umsetzen lassen, nach denen man jedoch unablässig streben sollte. Nur so kann eine Verwirklichung von Frieden und Wohlergehen der Menschheit erreicht. Ihre Wirksamkeit ist nur so groß wie die Kraft und die Zahl der Menschen, die von ihnen überzeugt sind und für sie einzutreten bereit sind.

Dennoch sollte auch gesehen werden, dass seit dem die UN-Mitgliedsstaaten das Abkommen beschlossen haben, vielen Menschen zu ihrem Recht verholfen und deren Lebenssituation und Lebensstandard deutlich verbessert wurde.